Abbruch rückt näher

Badens Amateure warten

Von unserem Redaktionsmitglied Marius Bücher

Karlsruhe/Freiburg.

Noch dürfen die Tabellenführer den Meistersekt nicht köpfen und noch müssen die abstiegsbedrohten Teams weiterzittern: Die Entscheidung über den Saison-Abbruch, im badischen Amateurfußball ist vertagt.

Doch die Chance, dass die wegen Corona unterbrochene Runde zu Ende gespielt wird, ist weiter gesunken. Die drei Landesverbände in Baden-Württemberg, der Badische Fußballverband (bfv), der Südbadische Fußball-Verband (SBFV) sowie deren Pendant aus Württemberg, machen sich für einen Abbruch stark, wie sie am Dienstag auf einer Online­ Pressekonferenz erklärten.

Ob es tatsächlich so kommt, entscheiden aber die Delegierten auf außerordentlichen Verbandstagen, die zeitgleich am 20. Juni abgehalten werden. Im Vorfeld soll sowohl in Nord- als auch in Südbaden die Meinung der Clubs eingeholt werden. Als Alternative steht eine Fortsetzung der Saison nach dem September zur Debatte. ,,Das sind die beiden günstigsten Vorschläge, die wir unterbreiten", sagte bfv-Präsident Ronny Zimmermann und betonte, dass auch haftungsrechtliche Fragen in die Überlegungen miteingeflossen seien.

Im Falle eines Abbruchs soll es keine Absteiger, dafür aber direkte Aufsteiger geben, was einen vermehrten Abstieg in der Folgesaison nach sich ziehen würde. Wer aufsteigen darf, soll über den Quotienten aus erzielten Gewinnpunkten und ausgetragenen Spielen ermittelt werden. Diese Regelung sei von der rechtlichen Seite her die beste, erklärte Thomas Schmidt, Präsident des Südbadischen Verbandes, dem zufolge etwa zwei Drittel der SBFV-Clubs für einen Abbruch seien. im bfv-Gebiet sind laut Zimmermann rund 60 Prozent der Vereine gegen eine Saison-Fortsetzung“. Gelten soll das Votum am 20. Juni auch für den Spielbetrieb der Frauen- und Jugendteams. Ausgenommen sind dagegen die Pokalwettbewerbe, für die man eine individuelle Lösung anstrebt.

Im Wesentlichen positiv aufgenommen wird die Vorgehensweise in den einzelnen Fußballkreisen. Benjamin Pieper aus dem Kreis Pforzheim und dessen Kollegen Ralf Lengerich (Bruchsal) sowie Thomas Rüßter (Karlsruhe) lobten, dass die Vereine bei der Entscheidung mit eingebunden wurden.

Vito Voncina, Vorsitzender des Bezirks Baden-Baden, im SBFV-Gebiet, hätte sich dagegen eine Ausdehnung der Saison über den Jahreswechsel gewünscht.

In Fußball-Deutschland ist der Umgang mit der Corona-Zwangspause höchst unterschiedlich. Mancherorts wie etwa im Rheinland wurde die Saison abgebrochen, anderswo will man weiterspielen, so zum Beispiel in Bayern.

 

Mit freundlicher Genehmigung der BNN, Ausgabe 110, Mittwoch, 12. Mai 2020, von Marius Bücher

 

Mit freundlicher Genehmigung der BNN, Ausgabe Nr. 66, Dienstag, 14.04.2020, von Redaktionsmitglied Marcel Winter

 

Die Corona-Krise: Der Sport sucht nach Lösungen

 

Fußballer  spielen auf Zeit

 

Weiterspielen oder Abbrechen? Der Verband hat die Diskussion  eröffnet

 

Karlsruhe/Pforzheim/Bruchsal. Antworten hatte Ronny Zimmermann noch keine im Angebot, aber dafür ist es auch zu früh. Am Samstagnachmittag, Punkt 15.30  Uhr,  zur  besten  Fußballzeit also, lieferten der Präsident des Badischen Fußballverbandes sowie sein für den Spielbetrieb zuständiger Stellvertreter, Rüdiger Heiß, viele Fragen, die es in nächster Zeit zu beantworten  gilt.

 

Und weil die Verbandsoberen dabei die Vereine bestmöglich einbinden wollen, präsentieren Zimmermann und Heiß deren Vertretern schon einmal ein paar mögliche Szenarien, die man sich über- legt hatte – ganz modern per Facebook- Video in die heimischen Wohnzimmer. Mitdiskutieren war erlaubt, es soll aber nur ein Anfang sein. Ab Mittwoch werden die Clubs, Liga für Liga, auch direkt in die Erörterungen einbezogen. Kann die Saison noch zu Ende gebracht werden oder muss ein Abbruch mit all den verbundenen Konsequenzen her? Im ersten Fall geht es um das Wann, im zweiten vielmehr um das Wie. Fest steht in jedem Fall: Die Entscheidung wird weitreichende Folgen haben.

 

Und weil das so ist, spielen die Fußballer noch auf Zeit. Bemerkenswert ist hier die Anmerkung von Heiß, der sagt: „Bei einem Abbruch hätten wir keine Sicherheit, dass die Saison 2020/21 regulär gespielt werden kann. Eine solche Vorfestlegung wäre aber bindend und irreversibel.“ Zimmermann sagt es so: „Es wäre der Worst Case, wenn wir mit einer Entscheidung gleich zwei Spielrunden kaputt machen.“ Der Wunsch ist also, die Saison sportlich zu Ende zu bringen. Dafür gibt es bislang sieben Szenarien. Weil aber momentan nur sicher ist, dass nichts sicher ist, gibt es auch für einen Abbruch Optionen. Andere Sportarten haben hier schon vorgelegt (siehe unten). Zimmermann verfolgt die dortigen Reaktionen interessiert. Sechs eigene Möglichkeiten hat der bfv vorgelegt. Unser Sportredakteur hat sich alle Szenarien angeschaut und versucht sich an einer ersten Bewertung.

 

1.

Die Saison kann wie geplant bis zum 30. Juni beendet werden.

Aus sportlicher Sicht ist das die Beste aller möglichen Lösungen – die aller-meisten Vereine präferieren sie deshalb. Zumindest in der Theorie. Praktisch wird es schwierig, denn wie der bfv errechnet hat, muss es dafür spätestens Mitte Mai wieder losgehen. Dass in nicht einmal vier Wochen wieder uneingeschränkt auf den Amateursport-plätzen gekickt werden kann bzw. darf (ohne die vorab notwendige Trainingsphase einzurechnen) ist allerdings mehr als fraglich. Dafür braucht es ins-besondere die behördliche Freigabe aller Städte und Gemeinden. Tatsache ist, dass einige kommunalen Verfügungen schon jetzt vorsehen, dass Sportanlage bis in den Juni geschlossen bleiben.

Und selbst wenn es so früh wieder losgeht: In einigen Ligen wie der Kreisklasse B1 Sinsheim sind noch 15 Spieltage zu absolvieren, wie Steven Höhn, Spielertrainer des FV Landshausen in der Diskussion anmerkt. Schwierig, diese in sechs Wochen zu pressen. Das wäre das kleinste Problem, sagt Zimmermann.

 

2.

Saisonende bis 31. August. Die Runde 2020/21 startet später.

Hierfür hat bereits der DFB die Voraus-setzungen geschaffen. Eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus ist nach der geänderten Spielordnung jetzt möglich. Es wäre eine charmante Lösung, weil die kommende Saison problemlos gespielt werden kann, auch wenn der Spielplan durch den späteren Start etwas gedrängter wäre. Eine Frage, die sich hier allerdings stellt, ist die nach Wechselfristen. Viele Transfers sind für den 30. Juni voll-zogen. Verlängert sich die Saison, ist noch nicht klar, ob transferierte Spieler sie bei ihrem alten Verein beenden oder bereits zum 1. Juli beim neuen Verein anheuern. Das könnte auch bei den weiteren Szenarien zum Problem werden. „Dieses Thema, bei dem Sportrecht auf Arbeitsrecht trifft, beschäftigt uns sehr“, sagt Zimmermann. Hier, wie auch in anderen rechtlichen Fragen, lässt sich der bfv extern beraten, um Rechtssicherheit zu bekommen.

 

3.

Die Saison wird im Spätjahr beendet. Die Runde 2020/21 wird verkürzt.

Dieses Szenario brächte Zeit, um die aktuelle Saison zu beenden, hat aber den Nachteil, dass für die Spielrunde 2020/21 ein ganz neuer Modus her muss. Vorgeschlagen wird, dann nur eine Halbserie zu spielen oder die Staffeln sogar in zwei Gruppen aufzuteilen und später die Auf- und Absteiger in Play-offs aus-zuspielen. Zugegeben, eine etwas eigentümliche Variante.

 

4.

Die Saison wird im Spätjahr beendet. Dann Umstellung auf das Kalenderjahr.

Das wäre die Revolution unter den Szenarien. Trainer betonen oft die Vorteile dieses Modells: Man kann in den warmen Sommermonaten spielen, die Pause mitten in der Runde ist nicht so lang. Hier wäre aber eine internationale Entscheidung notwendig, denn neben allen nationalen Ligen müssen auch die internationalen Wettbewerbe auf das Kalenderjahr umgestellt werden – sonst stimmt irgendwo die Verzahnung nicht mehr. Ein schönes Gedankenspiel, in der Umsetzung aber fast unmöglich.

 

5.

Keine Spiele mehr im Jahr 2020. Die Saison wird im März 2021 fortgesetzt.

Das wäre eine ziemlich sichere Möglichkeit, die laufende Saison sportlich zu Ende zu bringen. Einen großen Nachteil gibt es allerdings: Hat man sich einmal dafür entschieden, gibt es kein Zurück – selbst, wenn schon viel früher wieder Fußball möglich ist. Den Vereinen würden massiv Einnahmen entgehen. Ein Teil der Mannschaften spielt die Entscheidungen in Play-offs aus. So könnte man die Auf- und Absteiger – sobald es wieder geht – noch sportlich ausspielen, ohne dass noch elf oder mehr Spieltage aller Teams nötig wären. Hier dürfte die Festlegung, wer in den Play-offs spielen darf, aber problematisch werden. Die finanzielle Schieflage derer, die nicht mehr dabei sind, würde eben-falls verstärkt

7.

Ein Teil der Teams spielt in Entscheidungsspielen um Auf- und Abstieg.

Hier gilt dasselbe wie in Szenario sechs. Ob nun Entscheidungsspiele oder Play-offs: Sportlich fair wäre es kaum zu bewerten und begründen, bis zu welchem Tabellenplatz Teams daran teilnehmen dürfen, gerade dann, wenn es in den Tabellen eng zugeht.

8.

Abbruch: Der Tabellenstand zum Ende der Halbserie wird gewertet.

Das erste Abbruch-Szenario. Die Tabelle wird eingefroren, so wie es in anderen Sportarten gemacht wurde. Hier wird der Stand nach Ende der Hinrunde für die Wertung verwendet. Der Vorteil: Es hat jeder genau einmal gegen jeden gespielt. Viele Vereine finden das fairer als die aktuelle Tabelle. Nachteil: Gespielte Partien fallen aus der Wertung.Um fairer zu werten bei ungleicher Zahl von absolvierten Spielen, könnte ein Quotient verwendet werden, der Punkte durch Spiele teilt

9.

Abbruch: Der Tabellenstand zum jetzigen Zeitpunkt wird gewertet.

Hier gilt dasselbe wie in Szenario acht, nur dass tatsächlich alle Spiele in die Wertung eingehen. Was in beiden Optionen nicht möglich ist, sind Relegationsspiele. Hier müsste eine Lösung gefunden werden, was mit Teams auf den Relegationsplätzen passiert.

10.

Abbruch: Es gibt Aufsteiger aber keine Absteiger.

Diese Lösung haben die Handballer gewählt. Ein entscheidender Nachteil ist, dass die höherklassigen Ligen in der Folgesaison größer ausfallen, womit es dann einen vermehrten Abstieg geben muss und auch die Zahl der Partien größer ausfällt. Die Verzahnung mit über-regionalen Ligen könnte hier besonders zum Problem werden. Interessant ist diese Lösung deshalb, weil kein Verein einen Nachteil erleidet.

 

11.

Abbruch: Es wird eine individuelle Regelung pro Staffel getroffen.

Dieses Szenario würde dem Umstand Rechnung tragen, dass die Tabellen-konstellation in jeder Liga unterschiedlich ist. Abgeschlagene Vereine müssten absteigen, unangefochtene Tabellenführer aufsteigen. Wer noch Chancen auf Meisterschaft oder Klassenverbleib hat, darf aufsteigen beziehungsweise in der Liga bleiben. Im Einzelfall wäre das gerechter als eine einheitliche Lösung. Da noch viele Spieltage ausstehen, lässt sie sich aber schwerer anwenden als beispielsweise im Volleyball, wo man sich für ein solches Abbruchszenario entschieden hat.

12.

Abbruch: Die Saison 2019/20wird annulliert und wiederholt.

Es ist eine mögliche Lösung – aber keine wirklich wahrscheinliche. In diesem Fall fürchten Verband und Clubs Rückzahlungsforderungen, etwa von Sponsoren. Die sportlichen Leistungen aus mehr als der Hälfte der Saisonspiele wären komplett wertlos. Eine wirkliche Wiederholung wäre die Saison 2020/21 auch nicht, da schon Wechsel vollzogen wurden und die Mannschaften mit ganz anderen Spielern antreten als zuletzt. Es wäre eine verschenkte Saison.

13.

Abbruch: Die erzielten Punkte werden in die nächste Saison mitgenommen

Das wäre die Möglichkeit, der aktuellen Saison einen sportlichen Wert zu geben, ohne dass man sie sportlich in irgendeiner Form zu Ende bringen muss. Vor allem bräuchte es keine Auf- und Abstiegsregelung, die immer Verlierer produziert – und dennoch wäre die Runde nicht ganz verloren. Das aber ist ein doch eher unwahrscheinliches Szenario.

 

 

Fußball in Corona - Zeiten.

Nichts geht mehr in Corona-zeiten könnte man meinen - doch nicht immer und überall. Unsere Rentnerband unter der Leitung von Willi Heneka hat den Arbeitseinsatz wieder aufgenommen. Bevor einige jetzt beim Lesen spontan in Schockstarre verfallen, sei gesagt, dass die Rentnerband aus der Not und Notwendigkeit eine Tugend gemacht hat und vorübergehend eine Gemeinschaft von Solisten geworden ist. An einem Tag mäht jemand die Plätze, am anderen Tag ein anderer um den einen Platz herum, am anderen Tag der nächste um den anderen Platz. Die Beregnung wird zu Zeiten gewartet, wenn sonst keiner da ist. Es wurden in Zeiten der Krise jetzt auch die Plätze frisch gedüngt. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die sich weiterhin für den Verein einsetzen, auch wenn die Einsatzbedingungen alles andere als leicht sind. Danke an unsere Arbeitsgruppe!

 

Ein besonderer Dank geht auch an Rainer Münch, der erneut den Dünger für die Frühjahrsaktion gespendet hat. Vielen, vielen Dank!

Julian, im linken Foto mit den zerfetzten Fahnen, rechts daneben wehen die neuen Fahnen.

 

Flagge zeigen – besonders in Corona Zeiten.

Angeregt durch den Artikel über die zerfetzten Fahnen am Eingang unseres Sportgeländes, in den KNN und auf unserer Homepgae (siehe weiter oben), war unser Jugendleiter Thomas Bolz, und sein Sohn Julian der Meinung, dass es besonders in Corona-Zeiten wichtig “Flagge zu zeigen” und ersetzten die beiden zerflederten Fahnen durch neue. Beiden gilt unser Dank für dieses Zeichen, dass es trotz Corona weitergeht.

 

 

Unsere "Mädels" von der Damenmannschaft senden allen ein Zeichen.

 

Was sie nicht alles machen unsere FVN-Mädels. Als wesentliche Bereicherung des Vereinslebens zeigt sich trotz Corona-Zeiten unsere Damenmannschaft. Die nachfolgende Fotocollage spricht für sich. Wir vom FVN sind stolz auf unsere Mädels und sagen herzlichen Dank. Wir freuen uns, dass wir Euch haben.

 

 

 

Corona Virus - besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen.

Wie schon bekannt ruht der Spielbetrieb im Fußball schon seit vergangenem Wochenende. Auch die Schulen und Kindergärten sind seit Dienstag, 17. 03. 20, geschlossen. Die Risikoeinschätzung des Robert-Koch-Instituts, der dynamische Verlauf der Pandemie und unsere Sorgfaltspflicht, ist für uns vom FV Neuthard Anlass den Trainingsbetrieb auszusetzen. In Absprache mit der Jugendleitung des FC Karlsdorf gilt diese Maßnahme natürlich auch für alle Mannschaften in der Jugendspielgemeinschaft. Die Dauer der Maßnahme ist alleine vom Verlauf der Pandemie abhängig und wäre zum heutigen Zeitpunkt reine Spekulation. Darüber hinaus halten wir uns an die Empfehlung der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard, wie sie den Vereinen zugegangen ist.

 

Die Gesundheit aller Beteiligten und Angehörigen hat absoluten Vorrang und wir sehen uns in der Pflicht diese zu schützen!

 

*** Generalversammlung verschoben***

Liebe Vereinsmitglieder,

die für Donnerstag, 26. März 2020, 20:00 Uhr, vorgesehene Generalversammlung des FV Neuthard ist, den neuesten Empfehlungen folgend, abgesagt. Der neue Termin wird rechtzeitig hier auf der Homepage und in den Karlsdorf-Neutharder Nachrichten veröffentlicht.

 

Die "Ballmatiner" vom FVN

 

Der FVN als Teilnehmer bei den Faschingsumzügen in Karlsdorf und Büchenau.

Auch in diesem Jahr war der FVN an Fasching aktiv. Bei den Umzügen in Karlsdorf und Büchenau waren wir unter dem Motto „101 Ballmatiner“ vertreten. 23 Teilnehmer umfasste die Gruppe, die sich aus Aktiven der Herren-, der Damenmannschaft und Sympathisanten zusammensetzte. Wie den zurückliegenden Jahren stellte die Firma Krieger die erforderlichen Fahrzeuge und zusätzlich den Fahrer Ullo zur Verfügung. Dafür herzlichen Dank an die Firma Krieger und besonders Rainer Münch